Woche der Natur

Vom 22.06. bis 25.06.2026 fand an unserer Grundschule die Woche der Natur statt. Jede Klasse hat in dieser Zeit einen Unterrichtstag mit der Kindheitspädagogin und Naturmentorin Verena Roth der ROTHwild-Schule (www.rothwildschule.de) verbracht. Die Klassen 2 bis 4 gingen in ein nahes Waldstück und beschäftigten sich entweder mit dem Thema „Eichhörnchen“ oder mit dem Thema „Wolf“. Aufgrund der hohen Temperaturen am Donnerstag fand für die 1. Klasse eine Schnitzeljagd mit Eni Eichhörnchen im nahen Umkreis der Schule statt. Mit vielen Spielen und interessanten Gesprächen brachte Verena den Kindern die Themen nahe. Die komplette Aktion wurde von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung finanziert.

Faszination Wolf

Morgens sind wir in den Wald gegangen und haben dort Verena Roth, die mit uns den Wolf durchnehmen sollte, gesehen. Wir haben uns auf den Boden in einen Kreis gesetzt und dann haben wir erstmal ein bisschen über den Wolf geredet und das ein oder andere gelernt. Verena hat uns gefragt, warum Wölfe immer eine böse Rolle spielen. In Märchen z. B. Wir haben verschiedene Sachen gesagt wie, dass Wölfe manchmal Schafe oder Kühe, also Nutztiere, gerissen haben und früher haben die Menschen wie beim Spiel „Stille Post“ über den Wolf weitererzählt und den Wolf größer, stärker und gruseliger gemacht, als er einfach ist. Er konnte das Tier reißen oder die Tiere, weil sie rankamen, weil der Zaun so tief ist, dass er rüberspringen kann, oder es keinen Hütehund gab, und der Wolf hat ja auch nur Hunger. So wie wir. Wir haben ja auch Hunger. Und der Wolf wurde dann in den Märchen böse genannt. Eigentlich ist er scheu, ein Wildschwein kann gefährlicher werden mit den Stoßzähnen. Die Pfoten haben wir uns auch noch mal angeschaut. Riesig sind die, aber ein großer Hund könnte auch solch großen Tatzen haben, wenn man nicht sicher ist, kann man auf die Gangart schauen. Ein Wolf läuft geschnürt wie ein Fuchs, er tritt mit den hinteren Tatzen in die vorderen. Sie hatte auch ein Glas und da war Kot vom Wolf drin, das war richtig fellig, naja er frisst mit Haut und Haar. Es wurde rumgegeben, jeder durfte mal schauen. Sie hatte noch kleine Gläschen mit, da hat sie einen Duft reingefüllt. Wir sollten testen, ob wir gut riechen können, was das für ein Duft ist, denn der Wolf kann 100- bis 1000-mal besser als Menschen riechen, das sind in etwa 3 Kilometer. Wir haben auch ein neues Spiel gelernt, das hieß „Wer hat Angst vorm grauen Wolf?“. Am Anfang gab es einen Wolf, der musste im Spielfeld die Rehe jagen, das war der Rest. Wenn der Wolf keinen gefangen hat, ist er verhungert und wird zum Reh, und wenn er ein Reh gefangen hat, wird es zum Wolf und fängt mit. Dann haben wir einen Spaziergang gemacht und immer, wenn man eine Fake-Blume (das waren einlaminierte) gefunden hat, musste man eine Aufgabe erfüllen, die auf der Rückseite stand. Es gab Freeze, da musste man einfrieren. Bei Spontarnung, da musste man sich verstecken und Verena hat bis zehn gezählt, und wenn sie dann einen entdeckt hat, war er quasi verbrannt, aber bei ihr durfte man weiterspielen. Wenn sie keinen entdeckt hat, hat sie wie ein Wolf geheult und alle sind angerannt und haben mitgeheult. Dann haben alle magnetische Füße gemacht. Da muss man die Füße aneinanderstellen und dann ging‘s weiter. Manchmal stand auch drauf: „Findet eine gelbe Blume.“ Dann hat man eine gelbe Blume gefunden und es ging weiter. Manchmal stand aber auch gar nichts drauf, dann ist man einfach weitergegangen. Und plötzlich stand ein Wolf im Gebüsch! Also eher ein Pappwolf. Wir haben uns erschreckt und sind dann aber auch wieder zurückgegangen – erst zum Platz und dann wieder zurück zur Schule. Dann war der Tag zu Ende. (Anni Behne)